Eine milliardenschwere Entscheidung

 

Im Jahr 1994 stand Amazon-Gründer Jeff Bezos an einer Weggabelung.

 

Es gab für ihn zwei Möglichkeiten: Entweder seine erfolgreiche Karriere als Hedgefonds-Manager fortzusetzen und ohne jedes Risiko vermutlich noch mehr Vermögen anzuhäufen. Oder seinen Beruf an den Nagel zu hängen und eine hochspekulative Internetfirma zu gründen.

 

Mittlerweile ist bekannt, dass er sich letztendlich für das Projekt Amazon entschieden hat.

 

Wie aber kam er zu dieser Entscheidung?

 

Bezos verwendete das sogenannte „Regret Minimization Framework“.

 

Er stellte sich vor, wie er aus der Zukunft auf sein vergangenes Leben zurückblickt.

Dann stellte er sich die alles entscheidende Frage: „Werde ich es bereuen, diesen Schritt NICHT getan zu haben?"

Und er erkannte, dass er die Entscheidung, Amazon NICHT zu gründen, ganz schrecklich bereuen würde.

 

Der US-Autor Derek Doepker wählte einen ähnlichen Ansatz, als er beschloss, eine Karriere als Musiker in Los Angeles zu wagen.

Er hatte ein komfortables Leben in Nashville, das er dafür aufgeben musste. Aber der Gedanke, es nicht versucht zu haben und sich später immer wieder zu fragen, was passiert wäre – das war für ihn keine Option. Selbst wenn er mit seinem Umzug Schiffbruch erleiden würde. Er entschied sich schließlich für L.A. und blickte nie wieder zurück.

 

Genauso erging es vielen heute erfolgreichen Schriftstellern. Auch sie hatten anfangs Zweifel, als sie an ihrem ersten Buch schrieben.

Was, wenn das Buch ein Flopp würde? Klar, sie hätten dann Zeit und Geld vergeudet. Aber der Drang, das Buch zu veröffentlichen, war irgendwann stärker.

 

Dieser Ansatz ist sowohl auf den beruflichen Werdegang als auch auf das Privatleben anwendbar.

 

Am meisten bereut man letztlich, etwas NICHT versucht zu haben.

 

Schreib los!